Was ist Akupunktur?
Akupunktur ist Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die grundsätzliche Diagnose und die Behandlungsstrategien sind sehr alt und finden sich bereits im Grundlagenwerk „Der Gelbe Kaiser” ca. 2600 v. Chr. Seit dem 17. Jahrhundert wird Akupunktur auch in Europa angewendet.
Akupunktur setzt sich aus den lateinischen Wörtern acus (= Nadel) und punctura (= Stich) zusammen und bedeutet damit „Therapie mit Nadeln”. Akupunktur basiert auf der Lehre der Fünf Elemente oder der Fünf Wandlungsphasen, die den Durchlauf der „Lebensenergie Qi” im 24-Stunden-Rhythmus durch den Körper beschreiben. Kann die Lebensenergie ungehindert zirkulieren, ist der Mensch gesund. Dieses Gleichgewicht und diese Harmonie werden aber immer wieder durch äußere Einflüsse wie unausgewogene Ernährung, mangelnde Bewegung, belastende Witterungsverhältnisse oder auch durch innere Einflüsse wie überschießende Emotionen (z.B. Zorn, Wut oder Trauer) gestört. Diese Disharmonien können aber auch bereits vorgeburtlicher Natur, also ererbt sein.
Akupunktur wirkt ausgleichend auf Disharmonien im Qi-Fluss. Durch den Einstich von Akupunkturnadeln an bestimmten Punkten des Körpers (an den sogenannten Meridianen, die den Organen zugeordnet sind) kann die Energie wieder zum Fließen gebracht werden.
Der sorgsame Umgang mit seinem Qi ist ein zentraler Teil der TCM. Akupunktur ist nur der erste Schritt zu einem bewussten Lebenswandel. Gesunde Ernährung, Bewegung und Konzentrationsübungen tragen dazu bei, die Lebensenergie lange zu bewahren.
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